Seen und Flüsse - Vorsicht Treffpunkt Boulevard Nr. 111
Die bfu gibt Tipps zum richtigen Verhalten am und im Wasser, denn während des Hitzesommers 2003 war eine aussergewöhnlich hohe Zahl von Ertrinkungsopfern zu beklagen: Für fast 90 Personen endete das Badevergnügen tödlich. Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu ruft die wichtigsten Verhaltensregeln in Erinnerung.
Was gibt es in der sommerlichen Hitze Angenehmeres als einen Sprung ins kühle Nass? Leider aber werden die Badegefahren allzu häufig unterschätzt: 2003 forderten Aktivitäten im Wasser 88 Todesopfer, davon 71 in Seen und Flüssen. An Tagen mit grossem Aufkommen tummeln sich Schwimmer, Bootfahrer und zahlreiche weitere Wassersportler in Seeufernähe, was oft gefährliche Situationen zur Folge hat - beispielsweise Kollisionen.
In Flüssen sind Strudel, Untiefen und knapp unter der Wasseroberfläche liegende Hindernisse wie Holzpfähle oder Baumstrünke potenzielle Gefahren.

Und dann natürlich die Kraft der Strömung, gegen die ein Kampf schon bei einer Geschwindigkeit von nur 5 km/h aussichtslos ist...
Es ist deshalb wichtig, ein guter Schwimmer zu sein, und es ist nützlich, das Ufer gut zu kennen, um sich im richtigen Moment am richtigen Ort an Land begeben zu können.
Bis Mitte Juni 2004 waren in der Schweiz bereits 22 Ertrinkungstote zu beklagen - und diese Zahl wird zweifellos weiter steigen. Dazu kommen jährlich rund 14'000 Unfälle, deren Opfer manchmal unter psychologischen und/oder physischen Nachwirkungen leiden. Dieses Unfallrisiko lässt sich durch das Befolgen der sechs Baderegeln der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft SLRG deutlich reduzieren:
- Nie überhitzt ins Wasser springen. Der Körper braucht Anpassungszeit.
- Kleine Kinder nie unbeaufsichtigt am Wasser lassen. Sie kennen keine Gefahren.
- Luftmatratzen und Schwimmhilfen gehören nicht ins tiefe Wasser. Sie bieten keine Sicherheit.
- Nie mit vollem oder ganz leerem Magen schwimmen. Nach dem Essen zwei Stunden warten. Alkohol meiden.
- Nicht in trübe oder unbekannte Gewässer springen. Unbekanntes kann Gefahren bergen.
- Lange Strecken nie alleine schwimmen. Auch der besttrainierte Körper kann eine Schwäche erleiden.

Weitere Tipps zum Thema Wassersport finden sich in der bfu-Broschüre « Im Wasser ». Sie kann kostenlos bestellt werden unter
http://shop.bfu.ch oder bei:
bfu, «Im Wasser»
Laupenstrasse 11
3008 Bern